Rotkreuzschwester

Mitglied werden in der Bremischen Schwesternschaft

Die Mitgliedschaft

Ursprünglich als reiner Frauenverein organisiert, setzen sich heute in der Bremischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V. weibliche und männliche Pflegende mit hohem Engagement für eine professionelle und bedürfnisorientierte Gesundheitsversorgung ein. Seit 2007 ermöglichen wir Gesundheits- und Kranken-pflegern und Altenpflegern, die nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes in unserer Schwesternschaft tätig werden möchten, die Mitgliedschaft. Dennoch verwenden wir noch vielfach den Begriff "Rotkreuz-Schwester". Diese Bezeichnung ist nicht nur für die uns anvertrauten Patienten ein Begriff, er ist für viele auch ein Markenzeichen. Und darauf möchten wir nicht verzichten. Es gilt also grundsätzlich, dass die weibliche Bezeichnung Rotkreuz-Schwester die bei uns tätigen männlichen Mitglieder ausdrücklich mit einschließt.

Was heißt es Mitglied in der Bremischen Schwesternschaft zu sein?

  • zur größten Hilfsorganisation der Welt zu gehören
  • die Entwicklung der RK-Schwesternschaft Bremen aktiv mitzugestalten
  • sich mit dem Pflegeberuf und seinen berufsethischen Fragen intensiv zu befassen
  • Verantwortung für Patienten und pflegebedürftige Menschen zu übernehmen
  • in einer Gemeinschaft über den Berufsalltag hinaus zu wirken

Wer kann Mitglied werden?

  • Mitglieder können alle Personen werden, die Angehörige eines Pflegeberufes sind oder sich in der entsprechenden Ausbildung befinden.
  • Weitere Bedingungen für eine Mitgliedschaft regelt die Satzung der Bremischen Schwesternschaft.
  • Die Aufnahme in die Schwesternschaft erfolgt nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, ohne Rücksicht auf religiöse Zughörigkeit, kultureller und sozialer Herkunft oder politischer Weltanschauung.

Welche Mitglieder gibt es?

  • Ordentliches Mitglied werden Schwestern/Pfleger nach Beendigung der einjährigen Probezeit, wer in den Vorstand der Schwesternschaft gewählt ist und wer durch den Vorstand der Schwesternschaft aufgrund einer besonderen Verbundenheit zur Schwesternschaft als ordentliches Mitglied benannt wird.
  • Außerordentliche Mitglieder sind Schwestern/Pfleger in der einjährigen Einführungszeit. Dazu kommen SchülerInnen in der Ausbildung. Unsere pensionierten Schwestern zählen ebenfalls zu den außerordentlichen Mitgliedern.
  • Bei einer inaktiven Mitgliedschaft ist man zwar Mitglied, aber nicht mehr beruflich für die Schwesternschaft tätig, z.B. während Elternzeit oder im Sonderurlaub.
  • Auf Antrag können durch den Vorstand fördernde Mitglieder aufgenommen werden. Diese unterstützen die Schwesternschaft durch Mitgliedsbeiträge und gegebenenfalls durch ehrenamtliche Tätigkeit bei der Ausübung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben.

Was bietet die Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V.?

  • eine starke, werteorientierte Gemeinschaft
  • bei uns treffen sich alt und jung, Frauen und Männer mit und ohne Familie
  • abwechslungsreiche, anspruchsvolle und selbständige Aufgaben in der professionellen Pflege
  • Arbeitsplätze mit Gestaltungs- und Entwicklungsperspektiven durch gut vernetzte Strukturen
  • eine angemessene Vergütung, die sich am TVÖD orientiert
  • berufliche Perspektiven, persönliche Karriereplanung und -beratung sowie individuelle Arbeitszeitmodelle
  • eine zusätzliche Altersabsicherung
  • die Beratung in beruflichen wie auch persönlichen Fragen
  • vielfältige Möglichkeiten in der Fort- und Weiterbildung
  • eine starke berufspolitische Interessen-Vertretung nach außen und innen
  • die Hilfe bei der überregionalen Vermittlung in andere Schwesternschaften
  • Auslandseinsätze über das DRK oder das Internationale Komitee des Roten Kreuzes(IKRK)
  • die Übernahme der beruflichen Haftpflichtversicherung und des Rechtsschutzes
  • eine umfassende Einbindung in die Gemeinschaft auch nach Beendigung der Berufstätigkeit
  • Aktuelle Informationen anhand Ihres persönlichen Exemplars der national anerkannten Zeitschrift „Rotkreuzschwester"
  • Veranstaltungen zu aktuellen Themen und zur Förderung der Gemeinschaft
  • inaktive Mitgliedschaft, z.B. während eines Studiums oder Elternzeit. Dadurch kann der Kontakt zum Beruf und zur Gemeinschaft gehalten werden.

Der besondere Rechtsstatus

Rotkreuz-Schwestern sind Vereinsmitglieder und keine Arbeitnehmerinnen im juristischen Sinne. Aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Schwesternschaft regelt der Mitgliedsstatus die wesentlichen Punkte des Berufslebens. Die Satzung und die Mitgliederordnung klärt in diesem Fall alles, was sonst Inhalt eines Arbeitsvertrages ist.

Satzung und Mitgliederordnung

Hier sind alle relevanten Rechte und Pflichten festgehalten. Die Mitgliederordnung enthält die Rechtsgrundlagen der Tätigkeit, Regelungen zur Vergütung, Sozial- und Arbeitslosenversicherung, Versicherungsschutz gegen Berufskrankheit und Arbeitsunfall nach den gesetzlichen Bestimmungen, Erholungsurlaub, Anspruch auf Freistellung zur Fort- und Weiterbildung und ähnliches - wie man es aus Arbeitsverträgen kennt.

Gestellungsvertrag

Rotkreuz-Schwestern üben ihre berufliche Tätigkeit nicht nur in eigenen Einrichtungen der DRK-Schwesternschaften aus, sie werden auch im Rahmen von Gestellungsverträgen in Einrichtungen anderer Träger eingesetzt. In diesem Fall regelt der Gestellungsvertrag das Rechtsverhältnis zwischen Gestellungsvertragspartner (also z.B. Rotes Kreuz Krankenhaus) und der DRK-Schwesternschaft. Die Rotkreuz-Schwestern, die über diesen Vertrag eingesetzt werden, haben folglich keine direkte Rechtsbeziehung zu dem Gestellungsfeldpartner, sondern ausschließlich zu ihrer Schwesternschaft. Nichts desto trotz haben sich die Rotkreuz-Schwestern in den jeweiligen Einrichtungen an die Gepflogenheiten und Vorgaben des Hauses zu richten.

Die arbeitsrechtliche Absicherung

Rotkreuz-Schwestern erreichen bereits nach Bestehen der Einführungszeit (in der Regel 1 Jahr), einen Status, der dem eines Angestellten im öffentlichen Dienst nach 15-jähriger Dienstzugehörigkeit und einem Lebensalter von 40 Jahren  entspricht. Dadurch ist eine wesentlich bessere rechtliche Sicherheit erreicht. Hinzu kommen die vereinsrechtlichen Mitwirkungsrechte. Und sollte doch der berufliche Einsatz einer Schwester seitens des Gestellungspartners beendet werden, so ist die Vorsitzende der Schwesternschaft bemüht, ein neues Tätigkeitsfeld für ihre Rotkreuz-Schwester zu finden.

Vorgehen bei Streitigkeiten

Bei allen Streitigkeiten, die sich aus der Mitgliedschaft oder aus der beruflichen Tätigkeit zwischen Rotkreuz-Schwester und DRK-Schwesternschaft ergeben, kann das Schiedsgericht angerufen werden. Alle arbeitsrechtlichen Streitigkeiten - Arbeitnehmer ziehen dafür vor ein Arbeitsgericht - werden  für Mitglieder der Schwesternschaft vor dem Schiedsgericht verhandelt.

Aktuell

Bremen in Berlin


23 Mitglieder der Bremischen Schwesternschaft, darunter erstmalig 8 Schülerinnen der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, nahmen an der Fachtagung "Werte.Verbinden.Uns" vom 12.-13.05.2016 in Berlin teil. Die berufsethischen Grundsätze standen im Mittelpunkt der Tagung und wurden in Fachvorträgen sowie Workshops vertieft. Des Weiteren wurde zu den Themen: Pflegekammer und Generalistik diskutiert. Mehr Informationen zu Inhalten sowie Bilder und Impressionen finden Sie auf www.rotkreuzschwestern.de

Freie Ausbildungsplätze



Noch mehr Infos zur Ausbildung findest Du hier.

140 Jahre !

In diesem Jahr wird die Bremische Schwesternschaft 140 Jahre. Am 11.11.2016 ist ein offizieller Festakt geplant. Aber vorher wollen wir schon mit unseren Mitgliedern aktiv werden und das Jubiläumsjahr feiern. Wir haben einen Aktivitätskalender mit verschiedensten Veranstaltungen zusammengestellt, den Mitglieder unter dem Punkt: Mitglieder intern aufrufen können. Machen Sie mit, wir freuen uns auf Ihr Kommen. Wichtig: Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen an!

Aktion am Zukunftstag

Lesen und sehen Sie mehr zur Aktion für Schüler am Zukunftstag, der am 28.04.2016 stattfand. Bitte klicken Sie hier.

 

Beruf & Karriere


Unsere aktuellen Stellenangebote finden Sie über diesen Weg.

Demenz in der Familie

Zur Entlastung der Angehörigen dementiell Erkrankter trifft sich jeden 4. Donnerstag um 11.00 Uhr die Offene Angehörigen-
gruppe
. Leitung: Gunda Herzog. Treffpunkt: Bremische Schwesternschaft, St.-Pauli-Deich 26. Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. 0421 - 55 99 392